Verfügbarkeit Prüfen und Buchen


Thomas Baumgärtel

„Die Banane erobert die Kunstwelt“ titelte 1995 der Rheinische Merkur. Mittlerweile ist die 40 Zentimeter lange Banane, aufgesprayt vom Kölner Künstler Thomas Baumgärtel in der ganzen Welt zum Qualitätssiegel und inoffiziellem Logo der Kunstszene geworden. Sie vernetzt 4000 Orte weltweit: von New York über London, Moskau, Wien und Berlin.

Der 1960 in Rheinberg geborene Künstler will damit Museen und Galerien auszeichnen und schafft zugleich eine der weltweit größten Präsentationen eines Kunstwerkes.

Sein "Qualitätssiegel" setzte Baumgärtel zuletzt insbesondere im Ruhrgebiet ein. Seit 2008 arbeitete er im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 an der Markierung der 60 interessantesten Kunstorte im Ruhrgebiet. So hat er bereits das Folkwang-Museum, das Wilhelm-Lehmbruck-Museum und den Gasometer in Oberhausen mit seiner Spray-Banane geehrt.

Der Mitbegründer der Kölner Ateliergemeinschaft „Cap Cologne“ arbeitet in Köln- Nippes und hat für 18Arts das Paradieszimmer entworfen.

Das Paradieszimmer

Vor ein paar Jahren stieß ich bei einer Recherche zum Thema Garten Eden u. a. auf eine These, die den Apfel als Paradiesfrucht in Frage stellte. Das gängige Bild vom Apfel als verbotene Frucht beruht demnach auf einer falschen Übersetzung des lateinischen Wortes malum, welches sowohl „böse“ als auch „Apfelbaum“ bedeuten kann. Da es in der Gegend, wo der Garten Eden gewesen sein soll, keine Apfelbäume gab, muss es sich nach dieser Theorie um eine andere Frucht gehandelt haben.

Für eine Ausstellung "Oh Banane, ...du paradiesische Frucht!" in der Neue Kunst Gallery Michael Oess in Karlsruhe hatte ich dieses Thema bereits vielfältig in 2007 und 2008 bearbeitet und eine Serie dazu gemacht.

Für mich ist ein Gefühl von "Paradies" wenn ich mich beim Schlafen geborgen fühle, wie in einem Nest. Wenn es gemütlich und zugleich ästhetisch ansprechend um mich herum ist, dann ist das paradiesisch. Ich fände es wunderbar, wenn sich der Gast durch meinen Zimmerentwurf nicht nur entspannen könnte, sondern vielleicht sogar ein bisschen in seine Kindheit zurück versetzt wird. Wenn Gefühle und Erinnerungen geweckt werden aus der Zeit in der man gemütlich in einem Baumhaus oder einer selbst gebauten Bude gesessen hat.

Die Größe des Raumes verstärkt dieses Gefühl noch. Je kleiner ein Raum ist, desto geborgener kann man sich darin fühlen. Die Erfahrung habe ich selber gemacht, als ich aus einer 200 m² Wohnung ausgezogen bin und vorübergehend in einer 40 m²-Wohnung auf die Sanierung meiner jetzigen Wohnung warten musste. Ich hatte eine tolle Zeit in dieser kleinen Wohnung - fühlte mich dort viel geborgener und habe so gut geschlafen wie noch nie. Diese positive Erfahrung habe ich versucht, in die Gestaltung meines "Paradieszimmers" einfließen zu lassen.